118 Hektar Wiesenfläche sind die Drohnenpiloten der Kitzrettung Klagenfurt am Dienstag in Maria Rain abgeflogen. Das Ziel: Kitze und andere Wildtiere vor der Mahd erkennen und in Sicherheit bringen. Unglaubliche 41 Jungtiere haben die Ehrenamtler gerettet!
Lebensretter sind die Drohnenpiloten der Kitzrettung Klagenfurt schon einige Mal geworden – was diese Woche passiert ist, ist aber sogar für die geübten Flieger eine Besonderheit: In nur fünf Stunden wurden 41 kleine Kitze in einer Wieserfläche von 118 Hektar aufgestöbert. „Wir arbeiten immer mit Landwirten, Grundbesitzern und Jägern zusammen, die die Tiere dann gekonnt in Sicherheit bringen“, erklärt Edgar Kienleitner. Er ist Obmann und Gründer der Kitzrettung.
Selbst Jäger, kennt Kienleitner die Gefahr für die jungen Tiere genau. „Das Gras ist hoch und sogar wenn ich mit der Drohne ein Tier finde, suchen die Personen am Boden oft noch einige Zeit, weil es so versteckt liegt.“ Acht Piloten mit acht Drohnen sind Teil des Vereins, der früher Teil der Kärntner Jägerschaft war. Heute finanziert man sich über Spenden und die ehrenamtliche Mitarbeit der Drohnenpiloten und Helfer.
„Aktuell ist Hochsaison bei den Landwirten und alle mähen“, erklärt Kienleitner. Deswegen ist er fast täglich mit seinen Kollegen im Einsatz. Geflogen wird in den frühen Morgenstunden – da passt die Temperatur noch. „Wir arbeiten ja mit Wärmebildaufnahmen, wenn also die Außentemperatur zu warm ist, sind die Aufnahmen verfälscht.“ Besagter Einsatz hat etwa um 4.30 Uhr begonnen.
„Ein besonderer Dank gilt den Landwirten sowie den Jägerinnen und Jägern der Gebiete Maria Rain, Ottmanach, Lendorf, Radsberg, Zwanzgerberg, Schiefling und Grafenstein. Durch ihre Unterstützung, die ausgezeichnete Organisation und das vertrauensvolle Miteinander konnte dieser außergewöhnliche Erfolg erzielt werden“, sagt „der Kitzretter“.
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