Sprengstoff-Alarm

Drohne mit Zünder legt Flughafen Leipzig lahm

Ausland
05.08.2026 09:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Nacht auf Mittwoch ist am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne entdeckt worden. Der Flugbetrieb wurde daraufhin gesperrt. Die Polizei in Niedersachsen schließt einen möglichen Sabotageanschlag nicht aus. Laut einem Bericht transportierte die Drohne ein Päckchen mit einem Zünder (siehe Video oben).

Sie sei kurz nach Mitternacht in der Nähe mehrerer ukrainischer Frachtmaschinen entdeckt worden, berichtete die „Bild“ am Mittwoch. Ein NATO-Sprecher bestätigte den Vorfall. Die Polizei sicherte das Fluggerät und untersuchte es mit einem Röntgengerät. Auch ein Entschärfungsroboter war im Einsatz. 

Laut Informationen der deutschen Tageszeitung wurde das Päckchen mit einem Zünder als sprengfähiges Material identifiziert. Da der Zünder defekt war, sei es nicht zu einer Explosion gekommen, hieß es. Der Sprengsatz könnte aus Düngemittel und Benzin hergestellt worden sein. Das Paket würde nun in einen Spezialbehälter verpackt, um es auf mögliche Spuren zu untersuchen. Spezialisten haben die Drohne entschärft. Die NATO plant, sich an der Ermittlung zu beteiligen.

Die Drohne wurde in der Nacht neben mehreren ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt.
Die Drohne wurde in der Nacht neben mehreren ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt.(Bild: glomex)

Weiterer möglicher Drohnenvorfall
Der Betrieb wurde nach dem Fund sofort gesperrt, der Flugverkehr umgeleitet. Eine DHL-Frachtmaschine, die durchstarten musste, stieß rund sechs Kilometer vom Flughafen entfernt mit einem bislang unbekannten Gegenstand zusammen. Auch hier könnte es sich um eine Drohne handeln.  Das Flugzeug landete schließlich in Hannover mit leichten Beschädigungen im Frontbereich. Mehrere Maschinen wurden umgeleitet, zum Beispiel nach Nürnberg.

Politische Motivation möglich
Der Flugbetrieb in Leipzig war bis kurz vor 2 Uhr nachts eingestellt. Am Mittwochvormittag lief der Betrieb wieder, wobei die Südbahn wegen Ermittlungsarbeiten gesperrt war.

Die Polizei geht von einem Staatsschutzdelikt aus. Eine politische Motivation sei möglich. Die Fahndung nach der Drohnenpilotin oder dem Drohnenpiloten blieb zunächst erfolglos. 

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