USA widersprechen
Iran: Öl-Tanker in Straße von Hormuz explodiert
Ein Öltanker soll nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) in einer gesperrten Zone südlich der Straße von Hormuz auf Seeminen gelaufen und explodiert sein. Betroffen sei demnach der Supertanker El Gaia, der inzwischen vollständig in Flammen stehen soll. Die USA dementieren.
Ein Öltanker sei explodiert und in Brand geraten, nachdem er in der Straße von Hormuz mit Minen kollidiert sei, berichtete die Agentur Fars.
Löschversuche bislang gescheitert
Der Tanker El Gaia sei auf der vom Iran verminten südlichen Route durch die Meerenge unterwegs gewesen, so der staatliche Rundfunk Irib. Das gesamte Schiff sei nach der Detonation der Mine in Flammen aufgegangen. Löschversuche seien laut IRGC bislang gescheitert.
„Straße von Hormuz ist geschlossen“
„Die Straße von Hormuz ist geschlossen und bleibt unter unserer Kontrolle“, teilte die Marine-Führung der Revolutionsgarden mit. Sie habe zuvor vor dem Befahren der südlichen Route gewarnt. Die Marine hat die südliche Passage vermint, lediglich eine nördliche Route entlang der iranischen Küste für sicher erklärt und verlangt Gebühren für die Durchfahrt.
USA dementiert iranische Minen-Behauptung
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) widerspricht hingegen der Darstellung der iranischen Revolutionsgarden (siehe Posting unten). Laut CENTCOM sei der Tanker bereits im vergangenen Monat von einer iranischen Rakete getroffen und manövrierunfähig geworden. Am Wochenende sei das Schiff dann vor der Küste Omans erneut von einer iranischen Drohne angegriffen worden.
Die El Gaia werde derzeit von einem regionalen Partner abgeschleppt. CENTCOM bezeichnete die iranische Darstellung als weitere Falschbehauptung und Einschüchterungsversuch gegenüber Handelsschiffen.
Hormuz-Straße als zentraler Streitpunkt zwischen Iran und USA
Die Straße von Hormuz ist im Iran-Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. Vor dem Krieg lief rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung durch die Meerenge. Auch Flüssigerdgas (LNG) und Dünger aus den Golfstaaten werden über die Route exportiert. Ein für diesen Montag geplantes Außenministertreffen der Staaten am Persischen Golf über die Straße von Hormuz wurde kurzfristig abgesagt.

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