Laut Bericht:
Saudi-Arabien storniert Öllieferungen an Europa
Die Reparaturarbeiten an der durch einen Drohnenangriff beschädigten saudischen Ost-West-Pipeline werden wohl mehrere Wochen dauern. Eine weitere Verschärfung der Energiekrise wird erwartet – zumal Saudi-Arabien nun offenbar einige für Ende September geplante Rohöllieferungen an europäische Kunden storniert hat.
Der weltgrößte Rohölexporteur habe damit auf die Schließung seiner Ost-West-Pipeline reagiert, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Außerdem belasten Angriffe der jemenitischen Houthi-Miliz im Roten Meer und anhaltende Behinderungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz und nun auch in der Meerenge von Bab al-Mandab das Geschäft.
Diplomatische Bemühungen erleiden Rückschlag
Die diplomatischen Bemühungen zur Lösung der Krise im Nahen Osten haben unterdessen einen Rückschlag erlitten. Ein geplantes Treffen zwischen dem Iran und den Golfstaaten wurde verschoben, während Angriffe auf die wichtigsten Öltransport-Routen der Region die Sorgen über Engpässe bei der Energieversorgung verstärkten. Die Ölpreise haben am Dienstag erneut zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kletterte am Nachmittag um 1,7 Prozent auf 107,44 US-Dollar (rund 93,4 Euro). Die Ölpreise legten am Nachmittag wieder zu, nachdem sie zuvor noch anfängliche Gewinne abgegeben hatten.
Die US-Regierung versuchte, zu kalmieren. Energieminster Chris Wright erklärte, dass die Erdölleitung in wenigen Tagen wieder anlaufen werde. Die Reparaturen dürften lediglich einige Tage in Anspruch nehmen, so Wright am Rande eines G20-Energieministertreffens in Houston gegenüber dem Sender CNBC.
Schlechte Nachrichten auch aus Libyen
Nachrichten aus Libyen sorgten allerdings für zusätzliche Verunsicherung am Markt. Demnach wurde das Al-Tahar-Ölfeld geschlossen. Die Stilllegung ist auf die erzwungene Sperrung der Hamada-Zawiya-Pipeline zurückzuführen, wie die staatliche Ölgesellschaft National Oil auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. Libyen verkauft einen großen Teil seines Rohöls nach Europa.

Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 







Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.