Der Ausschluss des US-Rappers Macklemore vom Vorprogramm der Tournee von Ed Sheeran hat eine hitzige Debatte über die Grenzen von politischem Aktivismus in der Popkultur ausgelöst. Während viele Fans des britischen Sängers den Ausschluss begrüßen, schlug sich die bekannte Klimaaktivistin Greta Thunberg nun auf die Seite Macklemores ...
Wie berichtet, hatte der US-Rapper bei einem Konzert in New Jersey gesagt, dass er seine öffentlichen Auftritte als politische Bühne nutzen wolle. „Einer der Gründe, warum ich bei dieser Tour mitmachen wollte, war, dass ich hier auf Bühnen und in Stadien in ganz Amerika stehen und zwei Worte sagen kann, die mir sehr am Herzen liegen: Free Palestine“, so der 43-Jährige.
Macklemore hatte auch zuvor immer wieder politische Aussagen getätigt. Zudem sorgt derzeit ein Konzertfoto in Seattle von ihm für Kritik, das bereits im Vorjahr gepostet wurde. Darauf ist der Musiker mit Palästina-Flagge zu sehen und hebt den linken Arm nach oben. Kritikerinnen und Kritiker sehen in der Art und Weise eine Ähnlichkeit mit einem Hitlergruß.
Nach den jüngsten „Free Palestine“-Rufen lud Ed Sheerans (35) Tourveranstalter den US-Amerikaner aus. Er habe für sich entschieden, seine Auftritte nicht für politische Meinungsäußerungen zu nutzen, teilte Sheeran mit. Unter seinen Zuschauerinnen und Zuschauern seien auch viele Kinder. „Wenn wir uns nur darauf konzentrieren, wer am lautesten schreit, wird sich nie etwas ändern“, befand er zudem. Er sei „entsetzt“ vom Leid auf beiden Seiten und habe seine persönliche Meinung „zu diesem verheerenden Konflikt“, erklärte der Brite.
Hier sehen Sie das Foto, für das Macklemore derzeit kritisiert wird:
„Druck politischer Gegner“
Nun hat sich die bekannte Klimaaktivistin Greta Thunberg zu der Debatte geäußert und Ed Sheeran kritisiert. Der Künstler sei vor dem öffentlichen Druck politischer Gegnerinnen und Gegner eingeknickt. Es sei eine gefährliche Entwicklung, jemanden wegen seiner oder ihrer politischen Ansichten auszuladen. „Ed, es gibt nur ein Opfer hier, die palästinensischen Menschen“, schrieb Thunberg auf der Plattform Instagram.
Die Schwedin fällt selbst seit Jahren durch ihre Pro-Palästina-Haltung auf. Sie nimmt zum Beispiel an entsprechenden Demonstrationen teil, veröffentlicht auf ihren Social-Media-Accounts Solidaritätsbotschaften für Gaza und nimmt auch an Anti-Israel-Protesten teil. Der Nahost-Konflikt ist inzwischen eines von Thunbergs Hauptthemen. Bekannt wurde sie unter anderem mit ihren Schulstreiks für das Klima und der Mobilisierung junger Menschen für Klimapolitik.
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