Ein Jagdausflug von Donald Trump Jr. in die Mongolei sorgt für Schlagzeilen. Wie Recherchen zeigen, teilte der Sohn des US-Präsidenten im August das Lagerfeuer nicht nur mit zahlungskräftigen US-Bürgern, sondern auch mit Umar Kremlew – einem russischen Geschäftsmann mit besten Drähten in den Kreml.
Alles begann mit einer Auktion, berichtet die „Financial Times“. Trump Jr. versteigerte die Teilnahme am Trip für über 225.000 Dollar. „Ich bin sehr sexy in Tarnkleidung“, scherzte er dabei.
In der abgelegenen Provinz Uws traf die Gesellschaft schließlich auf Kremlew. Der Russe, Präsident des Internationalen Boxverbandes (IBA), gilt als enger Vertrauter von Wladimir Putins persönlichem Sicherheitsdienst.
Kremlew ist vorbestraft
Der Russe ist keineswegs ein Unbekannter: Ursprünglich unter dem Namen Lutfulloyev wegen Erpressung und Körperverletzung vorbestraft, legte er sich später den Nachnamen „Kremlew“ (was übersetzt „vom Kreml“ bedeutet) zu.
Aufnahmen von Trumps Trip in die Mongolei:
Der Russe jettete in einem Privatflieger eigens aus Kasachstan ein, im Schlepptau einen Landsmann, der an einem von den USA sanktionierten Fonds beteiligt ist. Brisant an der Causa: Kremlew und der älteste Sohn des US-Präsidenten sollen freundschaftlich verbunden sein.
Russe war bei Hochzeit von Trump
Dass die Bande zwischen dem US-Präsidentensohn und dem russischen Geschäftsmann tief sind, zeigte sich bereits im Frühjahr. Wie Enthüllungen der US-Rechercheplattform „ProPublica“ ans Licht brachten, griff der umstrittene Russe bei der Karibik-Hochzeit von Donald Trump Jr. auf einer privaten Bahamas-Insel mächtig tief in die eigene Tasche.
Kremlew übernahm die Zeche für spektakuläre Partys nach der Trauung, inklusive Luxus-Anmietungen und einem pompösen Feuerwerk. Trump Jr. wiegelte zwar ab und betonte, das Geld später zurückgezahlt zu haben, doch der Vorfall unterstreicht die heikle Nähe des Russen zur Macht.
Jetzt verbrachten die Männer zwei Tage gemeinsam in der mongolischen Wildnis, wo Trump Jr. Berichten zufolge ein extrem gefährdetes Altai-Argali-Schaf erlegte. Vor Ort hielt man sich bedeckt: Wie Guides und Augenzeugen der „Financial Times“ berichten, passten Trump Jr. und Kremlew im Feldlager akribisch darauf auf, nicht gemeinsam fotografiert zu werden.
Auf Videos, die der Russe später in den sozialen Medien teilte, zeigte er sich zwar bei den Vorbereitungen zur morgendlichen Jagd – der Präsidentensohn blieb im Bild jedoch ausgespart.
Sprecher: Sie sind „nur Freunde“
Laut einem Sprecher von Trump Jr. verbinde die beiden lediglich eine „persönliche Freundschaft und die gemeinsame Leidenschaft für Natur, Jagd und Fischerei“. Es gebe keinerlei geschäftliche Verbindungen.
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