Nach Alexander Zverev und Carlos Alcaraz am Vortag hat auch die Nummer drei des Wiener Stadthallenturniers, Daniil Medwedew, die erste Hürde genommen. Der 30-jährige Russe gelang am Mittwoch gegen den Spanier Daniel Merida sein 50. Saisonsieg mit einem 7:6(5),6:1. Der Wien-Sieger von 2022 überwand im ersten Satz einige Probleme, dann war er aber eine Klasse für sich. Mit Frances Tiafoe, der Lorenzo Musetti 6:7,5:7 unterlag, ist der erste von sechs Top-Ten-Leuten gescheitert.
„Es ist ein viel langsamerer Court als in Almaty. Es war daher ein bisschen schwer zu Beginn, mich daran zu gewöhnen“, meinte Medwedew in Erinnerung an seinen vierten Titelgewinn allein in diesem Jahr nach Brisbane, Dubai und Hangzhou. Es war übrigens die erste Titelverteidigung in seiner Karriere und der insgesamt 25. Titel.
Medwedew, der vor drei Wochen im Peking-Semifinale gegen Novak Djokovic wegen eines ins Publikum geschlagenen Balls disqualifiziert worden war, geriet in Satz eins rasch 0:3 in Rückstand. Er schaffte dann bei 3:5 ein zweites Rebreak zum 4:5 und verwandelte im Tiebreak einen 3:5-Rückstand in ein 7:5. Im zweiten Durchgang hatte der ehemalige Weltranglisten-Erste, der seinen Platz bei den ATP Finals schon so gut wie sicher hat, leichtes Spiel. Im Achtelfinale trifft Medwedew nun auf den Briten Cameron Norrie.
Lyon-Sieger Musetti Stolperstein für Tiafoe
Mit Frances Tiafoe verabschiedete sich der erste der sechs Top-Ten-Spieler im Feld gleich in der ersten Runde. Der Weltranglisten-Neunte aus den USA und ehemalige Wien-Finalist konnte nicht wie erhofft weitere Punkte für seine erhoffte Qualifikation für die ATP Finals sammeln. Im ersten Satz hätte Tiafoe dazu durchaus die Möglichkeit gehabt: Musetti vergab zunächst bei 6:5 einen Break- und Satzball, Tiafoe bei 6:4 im Tiebreak deren zwei.
Geholfen hat Musetti dabei das Selbstvertrauen von der vergangenen Woche. „Im ersten Satz hätte es in beide Richtungen gehen können. Wahrscheinlich war ich da ein bisschen glücklicher. Im zweiten habe ich dann bei 5:5 ein wirklich gutes Game gespielt“, erinnerte sich Musetti an das entscheidende Break. Danach servierte der Italiener zu Null aus. Musetti trifft nun auf Arthur Fery und könnte es im Viertelfinale mit dem topgesetzten Alexander Zverev zu tun bekommen.
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