Die Film- und Fernsehwelt trauert um Patrick Stewart: Der britische Schauspieler wurde durch seine Rolle als Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek“ weltberühmt. Er starb im Alter von 86 Jahren.
Wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf seine Sprecherin Kelly Bush Novak berichtete, starb Stewart am Mittwoch (28. Oktober) nach einer kurzen Krankheitsphase im Zusammenhang mit Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz.
Auf seinem Instagram-Account wird darum gebeten, anstelle von Blumen für die Alzheimer-Forschung und die Unterstützung pflegender Angehöriger zu spenden. Genannt werden der Forschungsfonds der Johns Hopkins University und die Alzheimer’s Foundation of America.
Wie der britische „Guardian“ berichtete, verbrachte der Schauspieler seine letzten Stunden in seinem Haus in Los Angeles im Kreis von Familie und Freunden. Er sei „in der liebevollen Umarmung von Freunden und Familie“ und von „Live-Musik, Gebeten, Tränen und Lachen“ umgeben gewesen.
Mit ihm verliert die Unterhaltungsbranche einen Schauspieler, dessen Karriere sich über mehr als sechs Jahrzehnte erstreckte und der sowohl auf der Theaterbühne als auch in Hollywood große Erfolge feierte.
Kahlköpfigkeit als Markenzeichen
Stewart hatte schon als Jugendlicher in Theatergruppen gespielt, bevor er an die Schauspielschule nach Bristol ging. Für Rollen als romantischer Held war der gebürtige Brite wegen seiner frühzeitigen Kahlköpfigkeit nicht geeignet, stattdessen wandte er sich vor allem klassischen Rollen zu und wurde 1966 Mitglied der Royal Shakespeare Company, der er lange Jahre treu blieb. Ab den 1970er-Jahren spielte Stewart auch in britischen Fernsehfilmen und -Serien mit, unter anderem ist er im beliebten Weihnachtsfilm „Der kleine Lord“ als Butler zu sehen.
Patrick Stewart spielte Captain Picard in „Star Trek“
Seinen internationalen Durchbruch erlebte Stewart 1987, als er für die Hauptrolle des Raumschiff-Kommandanten Jean-Luc Picard in „Star Trek: The Next Generation“ gecastet wurde. Sieben Staffeln lang kommandierte er die USS Enterprise und wurde zu einem der bekanntesten Gesichter des Science-Fiction-Franchise. Die Serie lief bis 1994, insgesamt entstanden 178 Folgen. Auch in mehreren Kinofilmen übernahm er die Rolle. Von 2020 bis 2023 kehrte er für die Serie „Star Trek: Picard“ noch einmal zurück.
Ab 2000 verkörperte er in den „X-Men“-Filmen Professor Charles Xavier, den Gründer einer Schule für Mutanten. Unter anderem stand er dabei mit Hugh Jackman (58) vor der Kamera.
Stewart hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder
Privat war Stewart seit 2013 mit der amerikanischen Sängerin Sunny Ozell (47) verheiratet. Stewart hinterlässt neben seiner Ehefrau zwei erwachsene Kinder, Tochter Sophia und Sohn Daniel, aus seiner ersten Ehe mit Sheila Falconer. Bis ins hohe Alter blieb der Schauspieler beruflich aktiv. Neben seinen Film- und Fernsehrollen stand er weiterhin auf der Theaterbühne.
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