Schülerin erwürgt
Deutscher Todesschütze gesteht weiteren Mord
Der 21-jährige Stefan B. war am Freitag gefasst worden, nachdem er einen Autofahrer erschossen hatte. Er hatte in der Nacht zum Mittwoch bei Wesselburen einen zufällig vorbeifahrenden 41-jährigen Erntehelfer aus Wut über die Drängelei eines anderen Autofahrers ausgebremst und mit vier Kugeln in Kopf und Schulter getötet. Unfallspuren am Tatort hatten die Polizei zu dem Schützen geführt.
Schülerin erwürgt
Zwei Jahre zuvor hatte der Arbeiter die Schülerin Sandra Christiansen nach eigener Aussage erwürgt. Er habe die 15-Jährige gekannt und sie in seinem Wagen mit genommen. Nach kurzer Fahrt habe er sein Auto in einen Feldweg gelenkt und das Mädchen nach einem kurzen Streit erwürgt. Ihre Leiche versteckte er 25 Kilometer entfernt in der Nähe von Oldenswort. Arbeiter entdeckten den stark verwesten Körper dort erst Wochen später.
Stefan B. war nach Aussagen der Kripo bislang polizeilich nicht bekannt. "Er war der unauffällige, freundliche Mann von nebenan", sagte der Leiter der Bezirkskriminalinspektion Itzehoe, Dieter Böckel. Stefan B. habe jedoch offensichtlich auch eine hochgefährliche Seite gehabt. Er sei "ein Mensch, der sich kurzfristig entschließt, sein Gegenüber aus relativ banalem Anlass zu bestrafen, indem er ihn tötet." "Er ist ein Täter, der offensichtlich über keine Hemmschwelle verfügt", sagte Oberstaatsanwalt Zepter. Eine plausible Erklärungen für die beiden Morde hätten die Ermittler bislang nicht. "Das müssen die Kriminalpsychologen klären", sagte Zepter.
Mit dem Geständnis des 21-Jährigen wird auch der bisher unbestätigte Verdacht der Mordkommission gegen den ehemaligen Lebensgefährten von Sandras Mutter entkräftet. Der Berufskraftfahrer war damals ins Visier der Fahnder geraten. In dem Zusammenhang hatte er gestanden, in dem kleinen Einfamilienhaus am Rande von Wesselburen unter den Augen der Mutter ein sexuelles Verhältnis mit dem Kind begonnen zu haben. Das Landgericht Itzehoe hat den Kinderschänder inzwischen dafür zu 2 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt.
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.