"Rock am Ring"

Falsche Schreibweise löste Terroralarm aus

Ausland
14.06.2017 12:48

Knapp zwei Wochen nach dem Terroralarm beim deutschen Musikfestival "Rock am Ring" sind nun nähere Hintergründe bekannt geworden: Schreibfehler bei den Namen der zwei in Verdacht geratenen Aufbauhelfer haben demnach zur Unterbrechung der Konzerte und Evakuierung des Geländes geführt, erklärte der Präsident des zuständigen Landeskriminalamts, Johannes Kunz, am Mittwoch.

"Die Namen der Verdächtigen waren falsch geschrieben, wiesen aber eine phonetische Ähnlichkeit mit den realen Schreibweisen auf", erklärte Kunz in einem Interview mit der "Allgemeinen Zeitung" aus Mainz. Um solch eine Panne künftig zu verhindern, forderte er, dass die Polizei in Zukunft frühzeitig Personaldokumente vorgelegt bekommen sollte. Es müssten von den Veranstaltern auch schon im Vorfeld einer Veranstaltung Ersatzleute benannt werden, die ebenfalls einer Sicherheitsprüfung unterzogen werden könnten.

Veranstalter erhob schwere Vorwürfe gegen Behörden
Das Festival war am Pfingstwochenende wegen einer terroristischen Gefährdungslage unterbrochen worden. Fast 90.000 Menschen mussten das Gelände am Nürburgring verlassen. Die beiden unter Verdacht stehenden Aufbauhelfer hatten Bändchen mit einem uneingeschränkten Zugang zum Festivalgelände, ihre Namen passten aber nicht zu den vom Veranstalter für die Behörden aufgelisteten Personal. Es stellte sich Medienberichten zufolge heraus, dass die Männer kurzfristig von einem zur Aushilfe eingesetzten Subunternehmer geschickt worden waren. Der Veranstalter des Festivals, Marek Lieberberg, hatte danach heftige Vorwürfe gegen die Behörden erhoben.

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