"WasteWatchers"

Müllpolizei nimmt in Wien die Fährte auf

Österreich
27.06.2007 08:52
Weil die Wiener immer mehr Mist achtlos (oder bewusst) wegwerfen, ganze Zimmereinrichtungen als Sperrmüll auf dem Gehsteig "entsorgen" und den Hundekot nicht wegräumen, greift die Stadt jetzt zu drastischen Mitteln: Es wird eine Mistpolizei gegründet, die "WasteWatchers", die Müllsünder künftig bestraft.
Runde 7,1 Millionen Euro Steuergeld - in alter Währung fast hundert Millionen Schilling - muss die MA 48 für das Einsammeln illegal abgelagerten Mülls aufwenden. 80 Straßenkehrer sind zu diesem Zweck Tag für Tag mit 40 Fahrzeugen unterwegs. Allein 30.000 Einkaufswagerl müssen von den Straßen und Innenhöfen der Stadt entfernt werden.


Da das Gefühl für eine saubere Umwelt und eine saubere Stadt immer mehr Wienern abhanden kommt, sieht Stadträtin Ulli Sima keinen anderen Weg mehr, als die Gründung einer Mistpolizei: "Das Gesetz geht jetzt in Begutachtung und wird im Herbst im Landtag behandelt. Zu Beginn des nächsten Jahres können unsere 'WasteWatchers' schon in der Stadt unterwegs sein."


Strafen für Mistsünder

Die Mistpolizisten werden orange gekleidet sein, in der Farbe der Müllabfuhr, und können an Ort und Stelle Strafen über Mistsünder verhängen. Wird jemand ertappt, muss er sich auch ausweisen. Hoffentlich ein Weg, damit Sauberkeit bald wieder groß geschrieben wird.


Von Erich Vorrath
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