Wie die Universität mitteilte, untersuchte Thierry Adatte zusammen mit der US-Kollegin Gerta Keller kleine Versteinerungen in Meeressedimenten. Dabei stellten sie fest, dass die Vulkanausbrüche, die zur Bildung der indischen Platte führten, in die Zeit fallen, als die Dinosaurier ausstarben.
Adatte und Keller glauben, dass die Vulkane in Indien vor 65 Millionen Jahren aktiv waren. Die Ungenauigkeit der Schätzung beträgt plus/minus 100.000 Jahre. Die Vulkanausbrüche kombiniert mit einem raschen Klimawandel sollen zum Verschwinden der Dinos geführt haben.
Weit mehr Vulkangase als die des Meteoriten
Die Vulkane sollen laut Adatte zehnmal mehr giftige Gase in der Atmosphäre freigesetzt haben als der Meteorit mit einem Durchmesser von zehn Kilometern, der ebenfalls in dieser Zeit auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan einschlug. Diese Gase sollen den Echsen den Garaus gemacht haben.
In den vergangenen Jahren galt der Meteoriten-Einschlag in Mexiko als gängigste Hypothese für das Aussterben der Dinosaurier. Der Meteorit soll einen Krater von 180 Kilometer Durchmesser in die Erdkruste gerissen und enorme Mengen Staub, Rauch und Gase in die Atmosphäre geschleudert haben. Dadurch sei der Himmel verdunkelt worden. Mangels Photosynthese sollen die Pflanzen abgestorben sein, womit Pflanzenfresser nicht mehr genug Nahrung hatten. Sie sollen innerhalb kurzer Zeit ausgestorben sein, womit auch den fleischfressenden Dinosauriern die Lebensgrundlage entzogen worden sei.
Laut Adatte ist diese Theorie nicht völlig falsch. Doch reiche der Meteoriten-Einschlag allein nicht aus, um das weltweite Aussterben der Dinos zu erklären. Der Neuenburger Geologe will nun weitere Sedimente aus dem indischen Rajahmundry nach Fossilien untersuchen. Damit will er den Zeitraum der Vulkanausbrüche noch genauer eingrenzen.
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