Das Ergebnis der Europawahlen in Österreich zeigt, dass zumindest etwas mehr als ein Viertel der Bevölkerung mit der FPÖ eine spürbare politische Wende in unserem Land und auch in Europa anstrebt. Ging es 2019 noch um die Umwelt, so geht es 2024 primär um Probleme, welche aus einer offensichtlich nicht aufhaltbaren und bereits gesellschaftspolitisch relevanten Zuwanderung entstanden sind. Die Meinungsforscher hatten dies klar und rechtzeitig aufgezeigt – ernst genommen wurde dieser Trend jedoch nur von der FPÖ. Während die ÖVP für ihre Koalition mit den Grünen abgestraft wurde, lag Andreas Bablers SPÖ themenmäßig vollkommen daneben. Anstatt sich ebenfalls für von der Bevölkerung mehrheitlich gewollte strengere Asylregeln einzusetzen, wurden im Gegenteil dazu legale Fluchtrouten eingefordert. Da können und wollen natürlich viele nicht mehr mit. Aber auch die FPÖ sollte sich nicht auf den Lorbeeren dieser Wahl ausruhen. Denn ein paar größere oder kleinere Politskandale noch vor den Nationalratswahlen könnten viele, die die FPÖ am 9. 6. als schallende Ohrfeige für SP, VP und Grüne verwendet hatten, wieder zu ihren bisherigen Stammparteien zurücktreiben. Neos und Kommunisten werden im Übrigen auch in drei Monaten eine nicht unerhebliche Rolle spielen.
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