Der politische Kompass Europas zeigt eindeutig in Richtung einer vertieften Verteidigungsunion – und Österreich steht, so scheint es, ratlos am Rand und betrachtet die eigenen Prinzipien durch die Brille der Vergangenheit. Die geopolitischen Verwerfungen unserer Zeit, geprägt durch einen zunehmend unberechenbaren transatlantischen Partner und eine aggressive russische Expansionspolitik, dulden kein Abseitsstehen mehr. Österreichs oft verklärte Neutralität gerät unweigerlich ins Spannungsfeld zwischen Idealismus und realpolitischen Notwendigkeiten. Doch gerade für Österreich bedeutet das eine tiefgreifende und schmerzhafte Reflexion: Was heißt Neutralität heute noch? Ist es eine passive Haltung, ein moralischer Komfort, oder vielmehr eine mutige, aktive Rolle, in der Österreich seine Stimme erhebt und strategische Verantwortung übernimmt? Initiativen wie „ReArm Europe“ – mit ihren ambitionierten Investitionen und klar umrissenen Zielen – fordern uns auf, ehrlich zu hinterfragen, ob unsere Neutralität in der heutigen geopolitischen Realität tragfähig bleibt. Österreichs Haltung sollte nicht länger von diffusen Ängsten und einem romantisierten Bild der Vergangenheit bestimmt werden. Stattdessen brauchen wir eine klare, zeitgemäße Neuinterpretation der Neutralität, eine, die durchaus aktives Engagement in sicherheitspolitischen Fragen erlaubt, ohne uns in militärische Bündnispflichten zu zwingen. Nur wenn wir uns dieser unbequemen, aber notwendigen Debatte stellen und Neutralität nicht länger als passives Wegsehen, sondern als aktives Mitgestalten begreifen, können wir sicherstellen, dass Österreich weder in Isolation noch in strategischer Bedeutungslosigkeit versinkt. Es ist höchste Zeit, dass wir die Illusion einer Neutralität überwinden, die uns vor schwierigen Entscheidungen bewahrt. Wir müssen handeln – oder wir werden handeln müssen, wenn es bereits zu spät ist.
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