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02.04.2025

Krone Extra

Frühjahrsputz: Kärntner unter Geschicktesten

Wenn das Aufräumen im Krankenhaus endet - und was Katzen, Biertragerl und die Kärntner damit zu tun haben.

So trivial der Frühjahrsputz wirken mag, so tückisch ist sein Risiko. Foto: Kzenon-stock.adobe.com

Von außen wirkt der Frühjahrsputz wie eine harmlose Tradition: Fenster auf, Putzlappen raus, rein mit der frischen Energie. Doch hinter dem schrubbenden Schein lauert ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Wie eine aktuelle Erhebung des Kuratoriums Verkehrssicherheit für (KFV) zeigt, endete der Großputz allein im Jahr 2024 für rund 4000 Menschen österreichweit mit einem Spitalsbesuch. Insgesamt verunfallten bei Reinigungsarbeiten im Haushalt 26.700 Personen - so viele wie seit neun Jahren kaum.


Die häufigste Stolperfalle ist keine metaphorische: Stürze machen mit 64 Prozent den Löwenanteil aller Unfälle beim Putzen aus. Es sind die Klassiker, die besonders oft ins Auge gehen - der rutschige Boden, das wackelige Möbelstück als Leiterersatz oder das Übersehen eines Hindernisses. Und manchmal sind es Kuriositäten, die zum Unfall führen: etwa eine Katze, die zwischen den Beinen herumflitzt, ein Putzeimer, der zur tückischen Falle wird - oder ein Mann, der beim Wegräumen eines Sechserträgers Bier über seine eigenen Füße stürzt.

Ein Blick auf die Bundesländer offenbart bemerkenswerte Unterschiede. Während Wien mit 5700 verletzten Personen an der Spitze liegt, hat sich Kärnten mit 1800 Fällen vergleichsweise gut geschlagen. Noch bemerkenswerter: Kärnten weist mit nur 100 zusätzlichen Verletzten gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt mitunter den geringsten Anstieg auf.

Der Mensch bleibt der größte Risikofaktor

„In fast der Hälfte aller Fälle führen Ablenkung, Hektik und Unachtsamkeit zum Unfall“, warnt Dr. Johanna Trauner-Karner vom KFV. Wer zwischen Telefonat und Fensterputz pendelt oder schnell noch das Bad „mitmacht“, verliert schnell den Überblick. Besonders häufig betroffen sind laut Statistik weiterhin Frauen: 68 Prozent der Verletzten im Jahr 2024 waren weiblich. Das legt aber nahe, dass Putzarbeit noch immer überwiegend von Frauen übernommen wird.


Der Frühling ist da

Schneeglöckchen waren unter den ersten Boten des Frühlings in Kärnten, sie trotzten auch heuer kalten Nächten - nun folgen langsam Apfel-, Magnolien- und Kirschblüten (v.l.) und bringen Farbe in unseren Alltag. Schicken Sie uns Ihre Bilder von Pflanzen und Landschaft an kaerntner@kronenzeitung.at - mit etwas Glück werden sie veröffentlicht