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02.04.2025

Krone Extra

Frühling macht Lust auf Grün:

Mit den warmen Sonnenstrahlen kommt die Lust auf frisches Grün: Im Frühjahr sind Kräuter, die oft noch wild wachsen, besonders wohlschmeckend.

Ein Kräuterklassiker zum Frühlingsstart ist der „Röhrlsalat“. Die jungen Löwenzahnpflanzen werden im Garten gestochen und mit Kartoffeln und gekochtem Ei zu einem köstlichen Salat verarbeitet. „Diese Kombination ist eine perfekte Fastenspeise. Durch seine Bitterstoffe ist der Löwenzahn gut für die Leber“, erklärt Kräuterspatz Christine Spazier. Beim Röhrl gilt: Je jünger die Pflanze, umso weniger Bitterstoffe sind enthalten. Es zahlt sich ebenfalls aus, die Wurzeln des Löwenzahns auszugraben. Angesetzt mit 70-prozentigem Alkohol ist schnell eine hervorragende Bittertinktur hergestellt.

Ein Brennnesselspinat schmeckt und enthält viel Vitamin C sowie Eisen. „Die Im Naturpark Anthocyane, die durch die kalten Nächte in den Brennnesseln enthalten sind, sind so etwas wie Immun-Booster. Sie sorgen dafür, dass Viren im Körper träge werden und so schneller und besser verwertet werden“, erklärt Spazier.

Ein wahres Superfood ist die Vogelmiere. Spazier: „Etwa 100 Gramm decken den Tagesbedarf an Spuren- und Mineralstoffen. Sie schmeckt wie junger Mais.“ Die Vogelmiere lässt sich außerdem wunderbar zu einem pflegenden Hautgel verarbeiten. Dazu empfehlen wir folgendes Rezept: 38 Gramm 70-prozentigen Alkohol, 10 Gramm Bio-Glycerin und zwei Gramm Xanthan in einem Shaker gut schütteln. Vogelmieren mit Wasser aufmixen, dann eine halbe Stunde ruhen lassen und schließlich fein abseihen. 185g des Wassers zur Basis dazugeben und nochmals kurz durchschütteln. Das fertige Gel in einen Spender füllen schnellstmöglich und verbrauchen. Das Vogelmierenwasser hilft zum Beispiel bei Hautreizungen, wie leichtem Sonnenbrand.

Es grünt so grün!
Garteln mit der Kärntner Krone

Gesundes aus Wald und Flur

Salate können mit Giersch, Schafgarbenblättern, Gänseblümchen sowie den Blüten von Veilchen oder Primeln „aufgepeppt“ werden. Essbar sind auch die Blüten der Zierquitte. Der Bärlauch kann ebenfalls bereits gesammelt werden. „Dabei muss man aber aufpassen, denn es gibt eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen. Wer nicht sicher ist, der kauft Bärlauch lieber auf dem Markt“, so Spazier.
Katrin Fister

Gartenfreunde im Austausch

Garteln verbindet - sei es über den Zaun mit den Nachbarn oder im Internet in Foren und Gruppen. Für „Krone“-Leser und alle Gartenfans gibt's auf Facebook die„Krone“-Gruppe „Es grünt so grün“. Dort begeistern Mitglieder mit tollen DIY-Videos zum Anlegen einer Hecke oder posten Fotos von Terrassenbeeten genauso wie Aufnahmen der eigenen Aufzucht und Ernte.