Anzeige

02.04.2025

Krone Extra

Hier sprießt Bio-Safran aus dem Boden

Am Gondlhof in Mühldorf wird das wertvolle Gewürz seit vielen Jahren angebaut. Familie setzt stark auf nachhaltige Produktion.

In Mühldorf wird ein kleiner Bio-Safran-Anbau betrieben. Die Ernte erfordert mühevolle Handarbeit. Fotos: Elisa Aschbacher

Schon immer war der Safran beliebter Bestandteil in Maria Willers Küche. „Deshalb habe ich vor Jahren auch versucht, diesen selbst anzubauen und es hat auch geklappt“, erzählt die Mühldorferin, die gemeinsam mit ihrer Schwiegertochter Daniela den Garten betreibt, voller Freude.


Im Spätsommer werden die Knollen eingesetzt, im Oktober, wenn alles gut verläuft, noch im selben Jahr, erfolgt die Ernte, die Maria und Daniela als mühevolle Handarbeit bezeichnen. „Die Fäden müssen von den Blüten der Krokusse vorsichtig getrennt werden. Die werden dann schonend getrocknet und reifen nach.“


Die Ernte der Krokusse dauere mehrere Tage und erfordere tägliche und vor allem saubere Arbeit. „Der Safran muss vor der Sonne geschützt werden. Bekommt er zu viel davon ab, wird er bitter“, erklärt Maria.

Im Bauernladen direkt am Hof, am Bauernmarkt in Gmünd und im Dorfladen Obervellach wird der Safran verkauft. „30 Fäden, das sind zehn Stück Krokus - kosten 5,50 Euro.“

Doch nicht nur das hochwertige Gewürz ist am Bio-Gondlhof in Mühldorf zu finden.„Wir bauen Getreide an, Fenchel, mahlen Mehl, backen Brot und vieles mehr“, erzählt die motivierte Jungbäuerin (32) und erklärt: „Wir haben unsere Rinderhaltung eingestellt, uns passend umstrukturiert, weil es arbeitstechnisch anders nicht mehr möglich ist.“
Elisa Aschbacher