Bei wenigen anderen Festen und Feiertagen steht der kulinarische Genuss so im Zentrum, wie rund um Ostern. Vor allem in Kärnten wird die Kulinarik rund um das Fest der Auferstehung mit großer Hingabe gepflegt, Traditionen leben weiter und bereichern die Feiertage mit Geschmack und Geselligkeit.
Kein Osterfest in Kärnten ohne Reindling. Dieses süße Germgebäck mit einer Füllung aus Zimt, Zucker und Rosinen ist weit mehr als nur eine Nachspeise. In manchen Haushalten wird er sogar in den Osterkorb gepackt und gesegnet. In seiner klassischen Form wird er in einer Gugelhupfform gebacken, aber auch frei geformte Varianten finden sich auf den Tischen. Die Verbindung aus süßem Teig und würzigem Schinken mag für Uneingeweihte ungewöhnlich klingen, ist in Kärnten aber eine geschätzte Kombination, die zeigt, dass Ostern nicht nur ein Fest des Glaubens, sondern auch des Genusses ist.


Auch das Osternesterl hat in Kärnten seinen festen Platz. Kinder suchen es voller Vorfreude, und nicht selten verstecken sich darin nicht nur Eier und Schokolade, sondern auch kleine, mit Liebe ausgesuchte Überraschungen. Die Tradition, Eier zu verstecken, geht auf Fruchtbarkeitsrituale alte zurück, doch heute geht es vor allem um den Spaß und das Glänzen in den Augen der Kleinen.
Neben all den köstlichen Spezialitäten ist Ostern in Kärnten vor allem ein Fest des Miteinanders. Nach der Fastenzeit wird gemeinsam geschlemmt, es wird gelacht und gefeiert. Viele Familien halten an alten Bräuchen fest, sei es das Ratschen der Kinder in den Tagen vor Ostern oder das traditionelle „Eierpecken“. Diese kleinen Rituale machen das Fest so lebendig.