Anzeige

20.10.2023

MOBILITÄT in Graz und Umgebung

Im Zeichen der Verkehrssicherheit

Fotos: Stock Adobe

Was 2003 im Kaisermühlentunnel begann, hat sich zum Erfolgsmodell der Verkehrsüberwachung entwickelt: Dank der Section Control gab es dort keinen tödlichen Unfall mehr.

Wir schreiben den September 2003: Nach schweren Unfällen wird auf der Donauuferautobahn im Bereich des Kaisermühlentunnels die elektronische Abschnittskontrolle eingerichtet, die die Verkehrssicherheit auf einer der meistbefahrenen Straßen Österreichs erhöhen sollte. Das Besondere daran: „Im Gegensatz zu klassischen Radarstationen misst das neue System anstelle der momentanen Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer das Durchschnittstempo binnen eines bestimmten Bereichs“, wie Bernhard Lautner von der Asfinag weiß.

Die Funktion der sogenannten Section Control (SC) ist dabei so simpel wie wirksam: „Beim Ein- und Ausfahren in den kontrollierten Abschnitt wird das Kennzeichen erfasst und das Auto jeweils mit einem Zeitstempel versehen“, erklärt Lautner, danach werden die beiden Stempel verglichen. Gibt es dabei eine Unterschreitung der festgelegten Zeit, war man zu schnell unterwegs und bekommt eine Strafe.“ Dass die Section Control ihre Wirkung nicht verfehlte, zeigt die Statistik: Auf allen Abschnitten mit fix installierten Anlagen konnte man einen Rückgang der Unfälle um bis zu 50 Prozent verzeichnen. „Unser Hauptziel, die Schwere der Unfälle zu verringern, haben wir sogar zu 100 Prozent erreicht“, betont Lautner.

Datenschutz - nur die Polizei hat Zugriff auf die Daten der Verkehrssünder - wird bei der Section Control ebenso groß geschrieben wie die Zweckbindung der Bußgelder. Denn von den „Strafeinnahmen“ erhält jeder Straßenbetreiber nach der Straßenverkehrsordnung 80 Prozent. Die Asfinag geht damit gewissenhaft um und investiert dieses Geld wieder in Sanierungen und in die Verkehrssicherheit.

Im Übrigen hat auch die Steiermark ihre “eigene“ fix installierte Tempoabschnittskontrolle. Lautner: „Die Section Control Plabutsch ist seit Herbst 2011 aktiv und war die erste in der Steiermark (sie ist auch die einzige stationäre bisher). Bei der SC sieht man deutlich, wie solche Anlagen mehr Sicherheit bringen. Die Anzahl an Unfällen mit Schwerverletzten und Todesopfern konnte um 50 Prozent reduziert werden.“

Info

Nähere Informationen zur
Section Control finden sich
auf www.asfinag.at