Holding-Aufsichtsrat

Lisa Rücker ist zurück in der Grazer Stadtpolitik

Steiermark
11.12.2021 07:01

Nach dem Wahlsieg der Kommunisten bei der Graz-Wahl wird der Holding-Aufsichtsrat neu besetzt. Es kommt zum Aufeinandertreffen alter Bekannter. So ziehen die frühere Vizebürgermeisterin Lisa Rücker, Ex-Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg und SPÖ-Chef Michael Ehmann in das Gremium ein.

Den Aufsichtsratsboss der Holding Graz hat die SPÖ bei den Koalitionsverhandlungen für sich beansprucht. Die Wahl ist auf den Anwalt Kurt Fassl gefallen. Parteichef Michael Ehmann, der die angekündigte Holding-Reformgruppe im Rathaus leiten soll, will selbst auch ein Aufsichtsratsmandat annehmen.

Eisel-Eiselberg kontrolliert für die ÖVP
Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) hatte nach der Wahl angekündigt, dass wieder alle Parteien Vertreter in das Kontrollgremium entsenden können. Eines der beiden ÖVP-Tickets wird mit ÖVP-Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg besetzt. Eisel-Eiselsberg ist ein echter Polit-Profi. Er war früher Stadtrat in der Landeshauptstadt und saß am Tisch, als das „Haus Graz“ unter Schwarz-Grün reformiert wurde.

Dem Vernehmen nach ist der Schützenhöfer-Intimus ein deutliches Signal in Richtung SPÖ. Will man zu stark in bestehende Holding-Strukturen eingreifen, würde wohl auch auf Landesebene der schwarz-rote Haussegen schiefhängen.

Auch ehemaliger grüner Klubobmann nominiert
Apropos Schwarz-Grün: Die Grünen werden die frühere Vizebürgermeisterin Lisa Rücker aufstellen. Und: Gerhard Wohlfahrt, unter Rücker grüner Klubobmann im Gemeinderat. Die Personalie Rücker wurde von den Grünen unlängst noch vehement dementiert. Soll sie im Aufsichtsrat als künftige Vorstandsdirektorin in Stellung gebracht werden?

Gemunkelt wurde auch, dass die FPÖ Harald Korschelt, Ex-Gemeinderat, AK-Rat und Schwiegersohn von Altbürgermeister Alexander Götz, nominiert. Man entschied sich letztlich aber doch für einen Fachmann: den Steuerberater Karlheinz Morré.

Neos kündigen ein Hearing an
Neos-Chef Philipp Pointner wird ebenfalls Aufsichtsrat, allerdings nur interimistisch - man wolle den Posten ausschreiben und nicht mit einem Parteigünstling besetzen, heißt es.

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