Gerald Zenker kämpfte lange um eine Herzstation am Landeskrankenhaus Bruck an der Mur in der Steiermark. Jetzt könnte der renommierten Spezialabteilung das Aus drohen. Im „Krone“-Interview zeigt sich der Top-Arzt erschüttert.
„Krone“: Nach einer gut 20-jährigen Erfolgsgeschichte der Herzstation droht jetzt das Aus: Es gibt Überlegungen, das LKH Bruck auf konservative Fächer zurückzufahren und alle operativen Leistungen in Leoben zu bündeln. Was halten Sie davon?
Gerald Zenker: Das Brucker Herzzentrum mit Kardiologie, Neurologie und Gefäßchirurgie ist ein steirisches Leuchtturmprojekt für eine der häufigsten Erkrankungen unserer Zeit. Wir versorgen in Bruck bis zu 600 Herznotfälle pro Jahr, das sind mehr als zwei pro Tag. Zudem haben wir hier die Nephrologie mit der größten Dialysestation der Steiermark. Wie man diese Verluste kompensieren würde, weiß ich nicht. Aber anscheinend muss unser Gesundheitssystem erst total kollabieren, bevor die Verantwortlichen aufwachen.
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