Die SPÖ entwickelt sich zur lustigsten Baracke des Ostens: In diesem politisch recht verdrießlichen Sommer steckte die Neidgenossenschaft rund um ihren großen Vorsitzenden Andreas Babler viel Kraft in einen leidenschaftlich geführten Kampf um Badeplätze an den heimischen Seen und das Vermögen der Familie Mateschitz.
Nun geht der Sommer zu Ende und der rote Stern von Traiskirchen verliert in der real existierenden Krise an Fahrt. Jetzt ist mit ideologisch halbgarem Schabernack und linken Klischees kein Staat zu machen.
Der nach einem beispiellosen Wahlchaos von seinen Parteifreunden wieder aus dem SPÖ-Chefsessel gekippte Hans Peter Doskozil steht da schon stabiler auf dem Boden der Wirklichkeit. Mit dem klebrigen Klassenkampf der Babler-Truppe kann Doskozil nichts anfangen. Die nicht zu Ende gedachten Anschüttungen von Arbeitgebern mit einem Mark Mateschitz als Feindbild hält Doskozil für überflüssig.
Man kann zu dem Getränk, das die Familie reich gemacht hat, stehen, wie man will. Aber es ist ein echtes Produkt, hinter dem echte Menschen stehen. Das ist nicht irgendeine Fantasie von Heuschreckenkapitalisten und Geschäftemachern, die sich irgendwann mit ihrem Geld aus dem Staub machen.
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sollte gerade eine Partei der Arbeiter über vitale Unternehmen froh sein. Mehr Mateschitz und weniger Babler würde die flügellahme SPÖ wohl in größere Höhe führen.
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