Mit der Hitze ist es vorerst einmal vorbei in Österreich. Mittwochabend zog eine Gewitterfront durch mehrere Bundesländer. Besonders betroffen waren Wien, Niederösterreich, das Burgenland und die Steiermark. Die Österreichische Unwetterzentrale berichtete von Starkregen, Hagel, Windböen und Blitzen. Derzeit gelten mit Ausnahme von Vorarlberg und Kärnten (Vorwarnung) in allen Bundesländern Unwetterwarnungen.
„Am Abend verlagert sich der Schwerpunkt der Gewitter-Tätigkeit in den Osten des Landes, inklusive Wien. Hauptgefahr ist und bleibt der Starkregen“, schrieb das Team der Österreichischen Unwetterzentrale auf der Plattform X (früher Twitter).
Hier sehen Sie einen Tweet der Unwetterzentrale:
Stationen mit der höchsten Niederschlagssumme (bis 17 Uhr) waren Langenlois (Niederösterreich) mit mehr als 50 Litern Regen pro Quadratmeter, Kössen (Tirol) mit 33,9 Litern und Mürzzuschlag (Steiermark) mit 32 Litern Regen pro Quadratmeter. Berücksichtigt wurden dabei die Werte von 0 bis 17 Uhr am Mittwoch.
Viele Blitze in Wien
In weiten Teilen Wiens fielen am Mittwochabend zehn bis 20 Liter Regen pro Quadratmeter. Dabei wurden laut der Unwetterzentrale Windböen um 50 Kilometer pro Stunde verzeichnet. Zudem verzeichnete Wien im Österreich-Vergleich die höchste Blitzdichte: Bis 19.40 Uhr wurden 655 Blitzentladungen gezählt. Ein Meteorologe, Christoph Matella, postete Videos aus Wien und schrieb von „einer sehr schönen Blitzshow“ beziehungsweise einem „Wolkenblitz“. Die zweitmeisten Blitze hatte die Steiermark, dahinter folgte Niederösterreich. Im Oberen Waldviertel war auch mit Hagel zu rechnen.
Hier sehen Sie Videos von den Blitzen in Wien.
Am 8. September berichtete die Unwetterzentrale, dass im Sommer 2023 (1. Juni bis 31. August) knapp 1,1 Millionen Blitze verzeichnet wurden. Der Juli war der blitzreichste Monat des Jahres, gefolgt vom August. Im Juli gab es rund um die Alpen immer wieder schwere Unwetter. Im benachbarten Friaul (Italien) wurde ein Hagelkorn dokumentiert, das 19 Zentimeter groß war, und damit neuer europäischer Rekord ist. In Erinnerung bleiben unter anderem auch der zerstörte Kirchturm in St. Marxen nahe Völkermarkt (Kärnten), viele überflutete Häuser und Felder.
Ende in Sicht
Die Gewittersaison neige sich bereits dem Ende, hieß es vor fünf Tagen. Die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) meldet für Wien noch weitere Schauer, für Donnerstag dann etwa 24 Grad Celsius. Tagsüber sollen die Wolken auflockern, bis zum Abend wird auch mäßiger Wind erwartet.
In Niederösterreich soll der Regen in den Morgenstunden nachlassen, die Temperaturen sinken auf 13 bis 18 Grad. Im Burgenland kühlt es ebenfalls ab, die Schauer werden am Donnerstag wieder von sonnigen Phasen abgelöst. In der Steiermark bleibt das Wetter vergleichsweise unbeständiger, am Nachmittag lockeren die Wolken aber etwas auf.
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