Austria Wien verzweifelt schön langsam: „Irgendwas klebt an uns“. Coach Michael Wimmer muss jetzt auch in die Köpfe seiner Kicker hinein.
„Meine erste richtige Scheiß-Situation mit der Austria.“ Kapitän Manfred Fischer, der seine dritte Saison bei den Violetten bestreitet, fand nach dem 1:2 in Hartberg klare Worte. „Wir sind eine super Mannschaft“, sagt Routinier James Holland. „Aber wir sind ein bisschen zu naiv, brauchen mehr Coolness.“
Den roten Faden der Slapstick-Gegentore, der sich in der Steiermark beim Patzer von Goalie Christian Früchtl weiterzog, brachte Andreas Gruber am treffendsten auf den Punkt: „Wir kriegen Tore, die kriegt sonst keiner.“ Eine zweifelhafte Ehre. „Bitter, wenn man vorne so hart für Chancen und Tore arbeiten muss und sie dann hinten so leicht bekommt. Irgendwas klebt an uns“, kann es Gruber (hat vier der bisher fünf Ligatore erzielt) nur schwer glauben.
Ja, mittlerweile scheint es bei der Austria (auch) eine Kopfsache zu sein. „Bei uns reißt so schnell der Faden, ein kleiner Fehler, ein kleiner Rückschlag reicht“, weiß Trainer Michael Wimmer. „Dann entsteht sofort eine Enttäuschung in den Köpfen, die müssen wir rauskriegen.“ Und logischerweise werden Druck und Negativspirale mit jeder Niederlage nicht kleiner. Wimmers Wunsch, der am besten schon am Sonntag in Altach umgesetzt werden soll: „Wir müssen einen Sieg auch mal dreckig nach Hause spielen.“
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