Mineralwasser, Bier, Eis, Sonnenbrillen & Co.: Die lange Hitzeperiode, die sich bis in den September erstreckte, sorgte in diesem Jahr bei vielen Unternehmen für Zusatzeinnahmen. Die Umsätze sind teilweise um bis zu 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wer am stärksten profitierte.
Der Endlos-Sommer hat auch diese Woche angehalten, mit Höchsttemperaturen von knapp 30 Grad. Das bedeutet einen weiteren Umsatzsegen für viele Firmen, bei denen man sich im Rückblick auf die heurige lange Saison die Hände reibt.
So etwa bei diversen Getränkeherstellern: „Je höher die Temperaturen, umso lieber greifen die Menschen zu kalorienarmen Getränken oder Mineralwasser“, sagt Coca-Cola-Chef Herbert Bauer, zu dessen Portfolio auch Marken wie Römerquelle oder Tonic-Drinks der Marke Kinley gehören. „Besonders starkes Wachstum gab es 2023 in der Kategorie Sportgetränke mit einem Absatzplus von 15,2 Prozent.“
„In den heißen Monaten waren sowohl die 1,5-Liter-Flasche als auch die kleine 0,5-Flasche für unterwegs besonders gefragt“, analysiert wiederum Vöslauer-Chefin Birgit Aichinger.
Beim Bier ist der Umsatz zwar etwas geschrumpft, weil es die Leute aus Spargründen seltener in der Gastronomie und öfter im Supermarkt kauften. Egger-Chef Reinhard Grießler: „Unsere eigene Premium-Marke Egger Bier hingegen wächst mengenmäßig.“
Bei der Brau Union bemerkt Brau-Union-Managerin Gabriela Maria Straka eine gute Entwicklung beim alkoholfreien Bier. „Und aus der Gastronomie hören wir, dass in der heurigen Saison Zwickl-Biere besonders gerne getrunken werden. Die Stimmung ist gut - auch bis jetzt in den September hinein zum Beispiel in den Gastgärten.“
Lebkuchen als „Rivale“ schon in den Startlöchern
„Der Sommer 2023 ließ etwas auf sich warten, dafür dürfen wir uns über einen besonders starken September freuen“, erklärt Eskimo-Managerin Andrea Huber-Schallmeiner. „Die vielen Sonnenstunden im Spätsommer bei 25 bis 30 Grad haben dem Eisgeschäft noch einmal einen Push gegeben. Und das, obwohl der Lebkuchen als Rivale bereits in den Startlöchern steht.“
Bei dm läuft „neben Sonnenschutz und den Dusch-Produkten auch das Deo-Sortiment sehr gut“, erläutert Geschäftsführer Harald Bauer. Speziell der warme September bescherte der Drogeriehandelskette im Deo-Segment ein Mengenwachstum von fast zehn Prozent. Von Nivea heißt es, dass die Gesichtspflege-Serien im Sommer sehr gut gelaufen sei, da die Menschen gegen Sonnenschädigungen vorbeugen.
Das tun sie auch, indem sie Sonnenbrillen kaufen. Händler Robert Hartlauer: „Bei uns hat der Sonnenbrillenumsatz aktuell 2023 ein Gesamtplus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt.“
Noch stärker gewachsen ist dieses Jahr bisher der Tiroler Sonnenbrillenhersteller gloryfy. Chef Christoph Egger: „Wir konnten ein sensationelles Umsatzplus von 25 Prozent verzeichnen!“
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