Seit „etla hundert Jåhr“ werden vor der Filialkirche in Lainach im Mölltagl köstliche Opfergaben versteigert: Schweinshaxn. Dahinter steckt die Hoffnung, eine schlimme Krankheit zu besiegen.
Im Mölltal wütete vor „etla hundert Jåhr“ die Schweinepest. Man gelobte dem heiligen Silvester, dem Patron der Haustiere, an seinem Gedenktag köstliche Schweinshaxn zu opfern – und seit die Lainacher dies tun, hat die Schweinepest kein Opfer mehr gefordert.
Für diese außergewöhnliche Versteigerung wurden neben dem nördlichen Kircheneingang sogar ein steinerner Tisch für die Haxn und ein Sitz für den Mesner gemauert.
Auch heuer wird Alt-Bürgermeister Franz Zlöbl dort nach dem Silvestergottesdienst, der am 31. Dezember um 9 Uhr in der Filialkirche Lainach beginnt, die rund 40 gespendeten Haxn sowie Würstel und Speck versteigern: „Då hama Feschtntåg!“
Das Geld – je nach Größe und Stimmung 30 bis 100 Euro pro Schweinshaxe – kommt der Erhaltung der Filialkirche zugute. Das Gotteshaus ist Margaretha und Silvester geweiht. An der Decke sind Legenden um den Heiligen dargestellt. Dort ist auch zu lesen „Heiliger Sylvester, nach Maria der Staller Tröster!“, denn einst gehörte die Kirche von Lainach zur Pfarre Stall. Silvester – der Name leitet sich vom Lateinischen Silva für Wald ab und bedeutet somit Waldmann – war Papst und starb am 31. 12. 335.
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