Bei einem Gespräch zwischen den Kärntner Landtagsparteien soll über Wege diskutiert werden, um die knappen Gemeindefinanzen zu retten. Über das Problem herrscht Einigkeit, über etwaige Lösungen nicht.
Kärntens Gemeinden, die ja bekanntlich finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen, dürften sich darüber freuen, worüber heute eigentlich die Parteien samt Gemeinde- und Städtebund diskutieren hätten sollen. Wegen des tödlichen Messer-Attentates in Villach wurde diese aber auf März verschoben. Ob das die Bürger auch tun? In der Dezembersitzung des Landtages beantragte die SPÖ die „Evaluierung aller möglichen ausschließlichen Landes (Gemeinde)abgaben“, nun will sie wohl Nägel mit Köpfen machen. Denn Klubobmann Herwig Seiser bemüht sich um eine Einigung rund um die Einführung bzw. Erhöhung von Abgaben: „Wichtig ist uns, dass man stets mit Augenmaß bei der Ausgestaltung dieser vorgeht.“
Gebühren für Handymasten oder Glücksspiel
Als konkrete Beispiele werden eine Leerstands-, eine Umwidmungs-, eine Mobilisierungs-, aber auch eine Handymasten- und eine Glücksspielautomatenabgabe genannt. Ziel ist es, neue Einnahmen für Gemeinden und Städte zu schaffen, denn sie „müssen weiterhin in der Lage sein, ihre vielfältigen Leistungen abzusichern.“ So einfach dürfte es allerdings nicht werden.
Der Regierungspartner ÖVP zeigt sich der „Krone“ gegenüber zwar offen für die Erhöhung einer Zweitwohnsitzabgabe, andere lehnen die Schwarzen aber einstweilen ab. Und bei der Opposition hält sich die Begeisterung – naturgemäß – auch in Grenzen: „Die FPÖ ist klar gegen Pläne von SPÖ und ÖVP für neue oder zusätzliche Abgaben und Steuern!“, schimpft etwa FPÖ-Chef Erwin Angerer schon im Vorfeld. Österreich sei bereits jetzt Weltmeister bei Steuern und Abgaben. Auch aus den Reihen des Team Kärnten hört man kritische Worte dazu. Die Frage ist: Können neue oder erhöhte Abgaben die Gemeindefinanzen überhaupt retten?
Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.