Die Zahl der Geburten nimmt in Österreich weiter ab. Im vergangenen Jahr kamen 76.873 Kinder zur Welt. Das sind laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria um 0,9 Prozent weniger als 2023. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau sank mit 1,31 auf ein Allzeit-Tief.
Geburten waren im Vorjahr im Vergleich zu den endgültigen Ergebnissen 2023 in acht Bundesländern rückläufig. Der Geburtenrückgang fiel im Burgenland (−5,7 Prozent) und in Salzburg (−5,3 Prozent) am deutlichsten aus, gefolgt von der Steiermark (−4,5 Prozent) und Vorarlberg (−4,1 Prozent). Am wenigsten stark ging die Zahl der Neugeborenen in Oberösterreich (−0,3 Prozent) und in Tirol (−1,3 Prozent) zurück. Einzig in Wien wurde mit einem Plus von 4,7 Prozent ein Geburtenanstieg registriert. In der Bundeshauptstadt kamen 18.926 Mädchen und Buben zur Welt. Im Burgenland waren es mit 1866 österreichweit am wenigsten.
Negative Geburtenbilanz
Was die Zahl der Sterbefälle betrifft, lagen diese 2024 in sieben Bundesländern unter jenen des Vorjahres. Am stärksten fiel der Rückgang in Wien aus (minus fünf Prozent), am niedrigsten in Salzburg (minus 0,7 Prozent). Im Burgenland (plus 3,7 Prozent) und in Vorarlberg (plus 3,2 Prozent) wurden im vergangenen Jahr mehr Sterbefälle als im Jahr zuvor registriert. Die Geburtenbilanz, der Saldo aus Lebendgeborenen und Gestorbenen, fiel mit minus 10.534 zum fünften Mal in Folge seit 2020 negativ aus. Insgesamt starben im Vorjahr 87.407 Personen, um 2,6 Prozent weniger als 2023.
Auch wenn sich die finalen Zahlen durch Nachmeldungen noch etwas ändern können, ist der Trend zu weniger Geburten sichtbar. „Ausgehend von den Erfahrungen der letzten Jahre wird die endgültige Zahl der Geborenen 2024 voraussichtlich um etwa 400 höher ausfallen. Ebenso ist noch mit etwa 1.200 zusätzlichen Sterbefällen für 2024 zu rechnen“, heißt es von der Statistik Austria.
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