Lange hatten sie gebraucht, um den Olympia-Frust zu verarbeiten, doch jetzt ist es fix. Die Alexandri-Schwestern Anna-Maria, Eirini-Marina und Vasiliki werden ihre Karriere im Synchronschwimmen fortsetzen und haben die Medaille in Los Angeles 2028 im Visier. Dafür verstärkten sie sich mit der japanischen Toptrainerin Takako Nakajima.
Verletzungen, enorme Enttäuschung über die knapp verpasste Olympiamedaille und das Aus von Trainerin Albena Mladenova, die sich in die verdiente Pension verabschiedete – fünf harte Monate liegen hinter den Alexandri-Schwestern, die sehr wohl mit dem Karriereende spekulierten. Die neue Motivation für vier weitere Jahre des immens aufwändigen und kräfteraubenden Trainings zu finden, war nicht leicht.
„Es war eine sehr schwierige Situation. Wir hatten keinen Trainingsplan und mussten uns fünf Monate lang alles selbst ausdenken. Das Training im Wasser und auch die Krafteinheiten. Das war mental eine schwierige Zeit“, erklärten die Schwestern.
Dazu kam eine Luxation der rechten Schulter bei Anna-Maria, eine Operation an der linken Schulter bei Eirini. Doch letztlich reifte auch die Erkenntnis: „Wir sind noch nicht zu alt, um noch auf Topniveau abliefern zu können.“ Das Trio machte sich auf die Suche nach einer neuen Trainerin und schafften es, einen in der Szene prominenten Namen an Bord zu holen: Takako Nakajima.
Japanische Nationaltrainerin
Die 38-jährige Japanerin gewann als aktive Synchronschwimmerin mehrere Medaillen bei den Weltmeisterschaften 2005 und 2007, war von 2021 bis 2024 Cheftrainerin des japanischen Nationalteams. Die Drillinge sind voll motiviert: „Sie glaubt an uns und hat auch große Ziele, so wie wir. Die Sprache wird sicher kein Problem sein. Mit Englisch sowieso nicht und wir arbeiten in unserem Sport viel mit Körpersprache. Takako macht auch einen intensiven Deutsch-Kurs. Es wird nicht ganz einfach, aber es wird funktionieren.“
Das erste große gemeinsame Ziel wird die WM im Sommer in Singapur sein. Bis dahin gilt es, neue Elemente zu erarbeiten, auch mit Rücksicht auf das Bewertungssystem, das kürzlich noch einmal adaptiert wurde. „Viel Zeit ist nicht. Es ist knapp, aber wir denken, es wird reichen.“ Das große Gesamtziel ist ohnehin erst Olympia 2028.
Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.