Schwerer Arbeitsunfall am Dienstagnachmittag in Gampern in Oberösterreich. Mehrere Arbeiter wurden auf einer Baustelle verschüttet. Zwei Personen wurden so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarben. Drei weitere Personen wurden verletzt.
Noch ist nicht ganz klar, wie es zu dem Unfall in Gampern kommen konnte. Gegen 15 Uhr wurden die Feuerwehren und das Rote Kreuz alarmiert, weil mehrere Personen verschüttet worden waren.
Fünf Personen verletzt
Zunächst war unklar, wie viele Personen noch unter dem Erdreich in einer Baugrube gefangen waren. Als die Feuerwehr eintraf, versuchte ein Mann gerade verzweifelt einen Kollegen aus dem nassen und schweren Erdreich zu befreien. Am Ende konnte der Arbeiter (49) schwer verletzt geborgen und ins Krankenhaus Gmunden gebracht werden.
Auch Feuerwehrmann verschüttet
„Zwei Personen befanden sich noch in der Grube, wir wussten allerdings nicht, ob sie noch am Leben waren“, schildert Feuerwehrkommandant Franz Schausberger die dramatischen Minuten der „Krone“. Dann kam es erneut zu einer dramatischen Situation: Es löste sich erneut Erdreich und ein Feuerwehrmann wurde verschüttet. Er konnte aber rasch gerettet werden, wurde leicht verletzt. Ein zweiter Floriani wurden ebenfalls leicht verletzt.
Mit bloßen Händen gegraben
Für die zwei Arbeiter (40 und 60 Jahre alt) kam aber jede Hilfe zu spät. Bei einem der Opfer soll es sich um den Chef der Firma handeln, die die Arbeiten machten. Sie wurden zwar aus der Grube geborgen, starben aber noch an der Unfallstelle. Für die Retter war der Einsatz sehr belastend, sie mussten die Opfer teilweise mit bloßen Händen ausgraben. „Man hat akribisch versucht, händisch und mit kleinen Schanzwerkzeugen die Erde wegzuschaffen. Wir haben uns immer wieder abwechseln müssen, weil es an die Grenzen gegangen ist bei den Einsatzkräften“, beschreibt Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Hufnagl die Situation.
Das Kriseninterventionsteam war ebenfalls vor Ort, die Feuerwehren machten anschließend noch eine Nachbesprechung, um das Erlebte verarbeiten zu können.
Tödlicher Unfall in Liftschacht
Erst vor genau zwei Wochen ist es in Oberösterreich bereits zu einem tödlichen Unfall auf einer Baustelle gekommen. In Traun waren Arbeiter in einen Liftschacht gestürzt. Dabei fiel ein Mann (51) auf einen anderen Arbeiter (29), der in der Tiefe gearbeitet hatte. Beide Männer wurden getötet. Ein dritter Arbeiter (25) überlebte den Absturz.
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