Im „Krone“-Gemeindereport haben wir vor der Wahl am Sonntag die Ausgangslage in nicht weniger als 284 steirischen Kommunen unter die Lupe genommen – und dabei viel gelernt
Die „Krone“ war in den vergangenen Wochen vom Ennstal bis in den Südosten unterwegs, um die politische Ausgangslage vor der Gemeinderatswahl am Sonntag einzufangen. Das sind Erkenntnisse aus unserer großen Serie.
Viel Harmonie: Zugegeben, Albersdorf-Prebuch ist einzigartig. Dort ist Robert Schmierdorfer seit 16 Jahren Bürgermeister, seitdem gab es nur einstimmige Beschlüsse im Gemeinderat. Doch auch in vielen anderen Orten läuft die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg reibungslos. „Ich bin dankbar für die Opposition und ihre guten Ideen“, meint etwa der Semriacher Bürgermeister Gottfried Rieger.
Frauenmangel: Wir haben uns bemüht, solche Doppelseiten zu verhindern, und dennoch waren immer wieder nur Männer abgebildet. Frauen als Spitzenkandidaten sind nach wie vor in der großen Minderheit.
Migration kein Thema: Die Themen Migration und Asyl waren entscheidend für die National- und Landtagswahl im Herbst. Auf Gemeindeebene spielen sie hingegen so gut wie keine Rolle. Sie wurden von fast keinem unserer Gesprächspartner erwähnt – und darunter waren auch viele von der freiheitlichen Partei.
Millionen für Kinder: Es kam von beinahe jedem Politiker wie das Amen im Gebet: Der Ausbau der Kinderbetreuung ist derzeit eine der wichtigsten Aufgaben in den Kommunen, sehr oft wurde sie an erster Stelle erwähnt. Landauf-landab werden neue Kindergärten und -krippen errichtet. Erstaunlich, dass es dennoch immer wieder Engpässe gibt.
Arm und reich: Bei den Finanzen geht die Schere in der Steiermark weit auseinander. Während einige Gemeinden wie Lebring-St. Margarethen und Premstätten viele Großprojekte umsetzen können, haben andere wie St. Kathrein am Hauenstein kaum noch budgetären Spielraum. Die Problematik dürfte sich in naher Zukunft noch weiter verschärfen.
Einen schönen Samstag!
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