Suche nach Autistem
Bub (6) verschwand plötzlich aus Unterricht
Von dem vermissten sechsjährigen Autisten in Deutschland fehlt weiter jede Spur. Die Suche wurde in der Nacht fortgeführt. Deutsche Medien berichteten, dass Pawlos plötzlich aus dem Unterricht aufgesprungen sei und das Schulgebäude verlassen hätte. Was ihn dazu veranlasst haben könnte ist noch unklar.
Pawlos geht in die erste Klasse der Förderschule in Weilburg. Diese sei nun auch nachts besetzt, falls der Bub zurückkehren sollte, hieß es. Sein Heimatort Waldbrunn ist ungefähr 20 Kilometer von der Schule entfernt. Wie berichtet, ist der sechsjährige Bub seit Dienstag vermisst. Er war zuletzt am Bahnhof von Weilburg in Mittelhessen gesehen worden.
Seit seinem Verschwinden suchten bereits mehr als 600 Einsatzkräfte nach dem jungen Autisten. Im Einsatz waren ein Polizeihubschrauber, die Wasserschutzpolizei und Reiterstaffel. Gesucht wird laut Polizei etwa auf Gewerbegebieten, Feldern und in Waldstücken. Die Ermittlerinnen und Ermittler werten auch Kameras in Zügen und Bussen aus. „Es ist nicht auszuschließen, dass er das Stadtgebiet verlassen hat“, sagte Bürgermeister Johannes Hanisch.
Hier sehen Sie ein Video des Bürgermeisters zur Suche nach dem Kind:
Feuerwehr setzt auf Stimme von Mutter
Am Mittwochabend spielte ein Einsatzwagen der Feuerwehr eine Ansage per Lautsprecher ab, auf der die Mutter ihr Kind direkt ansprach. „Pawlos, hier ist deine Mutter. Komm raus und versteck dich bitte nicht. Wir vermissen dich“, sagte sie. Auch eines der liebsten Kinderlieder des Buben war zu hören.
Pawlos sei abenteuerlustig, klettere gerne und möge Wasser, sagte der Bürgermeister. Daher werde auch intensiv in Gewässern nach ihm gesucht. Im Stadtgebiet von Weilburg wurden Luftballons aufgehängt, um möglicherweise die Aufmerksamkeit des Kindes zu erlangen. „Die Idee stammt aus der Erfahrunng der letzten Autisten-Suche“, sagte Hanisch. Er meint damit den tragischen Fall von Arian aus Bremervörde-Elm (6), der 62 Tage nach seinem Verschwinden tot auf einem Feld aufgefunden wurde.
Der Fahndungsaufruf der Polizei Westhessen:
Schreckhaft, nicht räumlich orientiert
Pawlos sei nicht räumlich orientiert, sagte ein Polizeisprecher. Wer ihn sieht, sollte ihn nicht direkt ansprechen oder rufen, da er sehr schreckhaft sei, und stattdessen den Polizeinotruf 110 wählen oder sich an eine Polizeidienststelle wenden.
Kommentare
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.