Statt im Tank landete das Öl im Bach – und jetzt droht im Mühlviertel (OÖ) ein Fischsterben. Denn 1000 Liter Heizöl schwimmen auf der Großen Mühl. Die Feuerwehr versucht alles, um die Ausbreitung zu verhindern und den Schaden an der Tierwelt so gering wie möglich zu halten.
Der Schlauch war schlecht angeschlossen und so landeten 1000 Liter Heizöl über einen Schacht nicht im Tank eines Bauernhauses in Rohrbach-Berg, sondern in der Großen Mühl. Am Mittwochmorgen wurde das Desaster zum Glück rasch bemerkt.
Sperren bleiben am Bach
Fünf Feuerwehren rückten aus, als der Treibstofffilm auf dem Bach entdeckt wurde, und richteten zwischen Rohrbach und Haslach fünf Ölsperren ein. Diese werden bis kommende Woche dort bleiben, hat Martin Wakolbinger, Kommandant der Feuerwehr Rohrbach, mitgeteilt. Es wird versucht, den Treibstoff abzusaugen.
Wer fahrlässig eine Umweltgefährdung begeht, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.
Wird durch die Tat der Tier- oder Pflanzenbestand erheblich geschädigt, eine lange Zeit andauernde Verschlechterung des Zustands eines Gewässers, des Bodens oder der Luft bewirkt oder ein Beseitigungsaufwand oder sonst ein Schaden an einer fremden Sache, an einem unter Denkmalschutz stehenden Gegenstand oder an einem Naturdenkmal, der 50 000 Euro übersteigt, herbeigeführt, so ist der Täter mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen. (gekürzt und vereinfacht)
Umweltgefährdung
Die Bezirkshauptmannschaft ist eingeschaltet, man geht davon aus, dass es ein Fischsterben geben wird. Wie groß dieses ausfällt, wird davon abhängen, wie rasch das Öl abgepumpt werden kann. Jetzt muss auch wegen Umweltgefährdung ermittelt werden.
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