Pharma und Eierspeis

Erster Ländertag: Kanzler wurde in Graz vorstellig

Steiermark
04.04.2025 16:00

Sein erster Bundesland-Besuch als Kanzler führte Christian Stocker am Freitag in die Steiermark. Zunächst ging es um ein politisches Abtasten, dann warb die TU um ein Millionenprojekt in der Medikamentenforschung. Schließlich tischte Stocker am Bauernmarkt Eierspeis auf.

Seit einem Monat sitzt der ÖVP-Chef im Kanzleramt, nun stand der erste Länder-Tag an. Eingefädelt hatte ihn Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom. „Ich hab ihn eingeladen, jetzt ist er da“, sagt die weiß-grüne ÖVP-Obfrau lapidar. Beide sind neu im Amt, und die Steiermark ist das einzige Bundesland, das von der FPÖ angeführt wird, die bekanntlich in der Dreierkoalition im Bund nicht vertreten ist, erklärt man in Stockers Team den recht spontan zustande gekommenen Termin.

Man kennt sich aus Wiener Neustadt
So stand zunächst eine Unterredung mit dem blauen Landeshauptmann Mario Kunasek auf dem Programm, wo dem Kanzler die steirischen Leitprojekte von Verkehr bis Wirtschaft nähergebracht wurden. Finanzielle Versprechungen oder Einsparungs-Forderungen wurden (noch) nicht auf den Tisch gelegt, es ging um erste Annäherungen. Auch wenn Stocker betont, dass es bereits vor Jahren Kontakte gegeben habe: Er war Vizebürgermeister in der Garnisonsstadt Wiener Neustadt, Kunasek Verteidigungsminister.

Der Kanzler legte Schuhüberzieher an ... (Bild: Jauschowetz Christian)
Der Kanzler legte Schuhüberzieher an ...
... und ließ sich gemeinsam mit Gastgeberin Khom das Kompetenzzentrum RCPE zeigen. (Bild: Jauschowetz Christian)
... und ließ sich gemeinsam mit Gastgeberin Khom das Kompetenzzentrum RCPE zeigen.
Hier können Wirkstoffe 20 Jahre und mehr auf wenig Platz gelagert werden und im Bedarfsfall innerhalb von ein bis zwei Wochen zu fertigen Medikamenten verarbeitet werden. (Bild: Jauschowetz Christian)
Hier können Wirkstoffe 20 Jahre und mehr auf wenig Platz gelagert werden und im Bedarfsfall innerhalb von ein bis zwei Wochen zu fertigen Medikamenten verarbeitet werden.

TU wünscht sich 60 Millionen für marktreifes Pharma-Projekt
Neben Politik stand die Forschung im Vordergrund: TU-Rektor Horst Bischof präsentierte das Kompetenzzentrum RCPE, eine Pionier-Einrichtung in der Medikamentenproduktion. Hier können Wirkstoffe langfristig auf wenig Platz gelagert und bei Bedarf in kürzester Zeit zu Arzneimitteln verarbeitet werden. Damit sind die Grazer weltweit führend, was in Zeiten von Versorgungsengpässen und massiver Pharma-Abhängigkeit von China und Indien im Krisenfall entscheidend sein kann.

„Wie wichtig Resilienz ist, hat Corona gezeigt“
Wissen und Technologie sind da, nun steht die Finanzierung einer Pilot-Anlage auf dem TU-Wunschzettel. Kostenpunkt: 60 Millionen Euro. Der Kanzler quittierte die Summe mit einem unverbindlichen Lächeln, verwies auf die Budgetlöcher und bekannte sich gleichzeitig zu Forschung und Entwicklung: „Wie wichtig Resilienz in diesem Bereich ist, hat Corona gezeigt.“

Marktbesuch in Liebenau, Bürgermeistertreffen in Bad Waltersdorf
Danach auf dem Programm des Kanzlers bei seiner Steiermark-Premiere: Eierspeis-Kochen am Liebenauer Bauernmarkt und ein Treffen mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie weiteren Gemeindevertretern in Bad Waltersdorf. Wenig überraschend spielten die finanziellen Sorgen der Kommunen in den Gesprächen die Hauptrolle.

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