Kameraden bargen ihn

Drama in Kraftwerk: Taucher war Feuerwehr-Held

Wien
05.04.2025 15:30

Der tragische Vorfall im Kraftwerk Simmering, bei dem ein Berufstaucher sein Leben verlor, hat nicht nur dessen Angehörigen in tiefe Trauer gestürzt, sondern auch die Wiener Berufsfeuerwehr erschüttert. Bei dem 32-jährigen Opfer handelt es sich um einen hochgeschätzten und lebenslustigen Kameraden ... 

Was am Freitag als routinemäßiger Reparatureinsatz begann, endete in einem erschütternden Drama, das auch die Einsatzkräfte und Fachleute vor Ort in den nächsten Tagen noch stark beschäftigen wird. Der verstorbene Taucher war ein erfahrener und hochgeschätzter Kamerad der Wiener Berufsfeuerwehr und als Teil der Taucheinheit tätig. Der tragische Verlust trifft seine Kollegen besonders hart, die mit ihm tagtäglich Seite an Seite gearbeitet hatten.

Tiefe Trauer bei Kameraden in Wien
So zeigt sich am Samstag auch der Personalvertreter der Berufsfeuerwehr auf Facebook über das Ableben des 32-Jährigen tief betroffen: „Mein Beileid, Kraft und Stärke seiner Familie, Angehörigen und Kolleg:innen!“ Das Team der Wiener Berufsfeuerwehr befindet sich in enger Betreuung, um mit dem emotionalen Schock und der Trauer umzugehen.

Auch die Wien Energie, der Betreiber des Kraftwerks Simmering, hat sich nach dem tragischen Vorfall zu Wort gemeldet. In einer offiziellen Stellungnahme äußerte das Unternehmen tiefes Mitgefühl mit den Angehörigen und Kollegen des Verstorbenen. „Wir sind tief erschüttert über den tragischen Vorfall. Wir stehen selbstverständlich in engem Kontakt mit den Behörden und unterstützen die laufenden Ermittlungen zur Klärung der Unfallursache“, so die Sprecherin von Wien Energie, Lisa Grohs. 

Der Taucher war bei Reparaturarbeiten im Kraftwerk ums Leben gekommen. (Bild: Groh Klemens)
Der Taucher war bei Reparaturarbeiten im Kraftwerk ums Leben gekommen.

„Sicherheit hat oberste Priorität“
Weiter betonte das Unternehmen die Bedeutung der Sicherheit auf ihrem Gelände: „Die Sicherheit aller Menschen, die auf unserem Gelände arbeiten, hat für uns oberste Priorität. Der Einsatz von professionellen Industrie-Tauchern ist im Anlagen- und Kraftwerksbetrieb üblich und findet regelmäßig statt.“

Zitat Icon

Die Sicherheit aller Menschen, die auf unserem Gelände arbeiten, hat für uns oberste Priorität.

Wien Energie

Die Ermittlungen der Polizei zur genauen Ursache des Unglücks sind noch nicht abgeschlossen. Laut ersten Informationen kam es während des Tauchgangs zu einem Ausfall der Funkverbindung, was zur dramatischen Rettungsaktion führte.

Wasser im Becken abgelassen
Hinter vorgehaltener Hand wird bereits über einen teilweisen Einsturz des Beckens gerätselt. „Sonst bleibt kein Taucher ohne Funk so lang im Wasser“, erklärt ein Kollege im Gespräch mit der „Krone“. Fakt ist: Trotz aller Bemühungen konnte der Taucher nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden, dafür musste man aber sogar das Wasser im Becken ablassen. 

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