


Die Serie scheint nicht abzureißen: Donnerstag wurde erneut eine tote Person aus einem Kärntner See geborgen. Nach Unglücken am Wörthersee, Ossiacher See und Längsee waren Kräfte am Donnerstag am Faaker See im Einsatz.
Wasserrettung, Feuerwehr, Polizei: Groß war das Aufgebot für die Suchaktion am frühen Donnerstagabend am Faaker See. Eine Person wurde vermisst.
Der Vater des 23-jährigen Mannes schlug bereits am Montag Alarm. Er habe seinen Sohn seit ca. 24 Stunden nicht mehr erreicht und auch nicht zu Hause gefunden. Die Einsatzkräfte begannen daraufhin sofort mit den Ermittlungen.
Mobiltelefon und Kleidung wurden gefunden
Die Spur führte aufgrund von Aussagen der Angehörigen am Donnerstag, dem 28. Mai zu einem Strandbad in Drobollach am Faaker See. Dort hatte der Bademeister bereits am Dienstag Kleidungsstücke und ein Telefon auf der Wiese gefunden – es waren eindeutig die Gegenstände des 23-Jährigen, die am Ufer lagen. „Badegäste vergessen öfter Gegenstände. Das ist nichts Außergewöhnliches“, teilt der Bademeister den Kriminalbeamten mit. In solchen Fällen nimmt er die Sachen, um sie aufzubewahren.



Sofort begann eine große Suchaktion am Panoramabeach. „Zunächst wurde der Bereich mit Einsatzbooten oberflächlich abgesucht, danach folgte ein Taucheinsatz im See. Insgesamt standen zwölf Taucher der Wasserrettung sowie zwei Taucher der Berufsfeuerwehr Klagenfurt im Einsatz. Unterstützt wurden die ÖWR-Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz“, so die Wasserrettung Faak am See, die auch den Angehörigen ihr Mitgefühl aussprechen will.
Denn knapp zwei Stunden später gegen 19 Uhr entdeckten Einsatztaucher am Grund des Sees die Leiche des Gesuchten. Der 23-Jährige lag in einer Wassertiefe von vier Metern im Bereich des Steges vom Strandbad.
Seitens der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurde eine Obduktion des 23-Jährigen angeordnet, um die Todesursache feststellen zu können.
Nach einem 22-Jährigen am Längsee und einem 69-Jährigen im Strandbad Klagenfurt verlor binnen drei Tagen im Mai auch ein 93-jähriger Mann am Ossiacher See sein Leben. Mitte Mai trieb eine 84-Jährige leblos im Wörthersee. Und nun konnte am Faaker der 23-Jährige nur noch tot geborgen werden. Somit sind in der erst kurzen Badesaison bereits fünf Tote zu betrauern.
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